Rückendeckung für das GJW

Ratstagung des Landesverbandes Baden-Württemberg in Tübingen

DSC06749 webTübingen – Zwei Themen standen im Mittelpunkt des Landesverbandsrates Baden-Württemberg in Tübingen: die Kinder- und Jugendarbeit sowie die Leitungsstruktur. 109 Delegierte und 38 Gäste beschäftigten sich mit dem Thema „Inspiriert leben … dass Christus Gestalt gewinnt“.

Wie der Jugendpastor des Gemeindejugendwerks, Tilo Schmidt (Esslingen), der GEMEINDE sagte, habe man die Tagungsteilnehmer mit hineingenommen in die Lebenswelten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen heute. Dabei sei deutlich geworden, dass sie zwischen den vielfältigen Herausforderungen in Schule, Freizeit und Gemeinde zerrissen seien. Viele jungen Leuten hätten schlicht keine Zeit, sich in Gemeinde oder GJW ehrenamtlich zu engagieren. Hier wolle das Gemeindejugendwerk mit seinen Kompetenzen ansetzen und den Gemeinden mit passenden Angeboten entgegenkommen. Wie Schmidt weiter ausführte, gab es eine Trendabstimmung über die Arbeit des GJW. Dabei sei deutlich geworden, dass man in den Gemeinden die Arbeit sehr schätze. Zugleich wurde geschildert, dass sich die Aufgaben der GJW-Arbeit in den letzten Jahren stark verändert haben. Die Zeit, die für Verwaltungsaufgaben aufgebracht werden muss, sei stark gestiegen. Die Zeit für die inhaltliche Arbeit sei daher stark reduziert. Es seien zahlreiche Veränderungsvorschläge eingegangen, die man nun aufarbeiten und auswerten wolle.

Handlungsbedarf gibt es auch in der Struktur des Landesverbandes. Der Missionsreferent Süd des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, Christopher Rinke (Marburg), erläuterte in einem Beitrag die von der Landesverbandsleitung erarbeitete neue Arbeitsweise. Es helfe wenig, Strukturen aufrecht zu erhalten, wenn man sie nicht mit Leben füllen könne. So besteht derzeit die gesamte Landesverbandsleitung aus vier Personen: Andreas Baumann (Ludwigsburg), Josef Dobutowitsch (Singen), Hannes Kesch (Heilsbronn) und Klaus Wagner (Bretten). Wie Klaus Wagner der GEMEINDE sagte, finden sich immer weniger Mitarbeiter aus den Gemeinden bereit, sich in die überregionale Arbeit einzubringen. Denn in Familie, Beruf und Gemeinde seien sie bereits stark gefordert. In einer neuen Struktur, die angedacht sei, gehe es darum, dass die künftigen Mitarbeiter selbst über ihren Wirkungsbereich entscheiden können sollten. Zum Landesverband gehören 78 Gemeinden mit über 10.000 Mitgliedern.

Klaus Rösler

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