Fest der Gemeinden Kopie

Zugegeben, ich bin mir nicht ganz sicher, was mich erwartet, als ich am 24. Juni um kurz vor zehn mein Fahrrad am Fahrradständer vor der Karlsruher Baptistengemeinde anschließe. Den Flyer zum Fest der Gemeinden habe ich natürlich nach bestem Wissen und Gewissen mal kurz überflogen. Nichtsdestotrotz bin ich sehr gespannt, was dieser Tag bereithält.

 

Nach der Anmeldung klebe ich mir das obligatorische Namensschild aufs T-Shirt und folge dem Kaffeeduft in die Gemeinde. Durch die Glasfront im Foyer erkennt man zwei große weiße Zelte auf der dahinterliegenden Wiese.  Im größeren der beiden Zelte ist ein meterlanges Buffet aufgebaut. Erstmal frühstücken – mein Tag kann beginnen. Nach und nach tröpfeln die 350 Teilnehmer ein, die sich im Vorfeld zu dieser Zusammenkunft aller Baptistengemeinden in Baden-Württemberg online angemeldet haben. Man trifft alte Freunde aus Jugend- oder vielleicht sogar Kindheitstagen, sieht viele herzliche Begrüßungen und Umarmungen. Vom Essenszelt aus hat man auch eine super Aussicht auf die beiden Hüpfburgen und das Bastelzelt, die schon fleißig von einer Gruppe von Kindern bespielt werden. Sogar der ein oder andere Erwachsene versucht sich am Diabolo-Spiel.

Um 11.15 Uhr beginnen auf dem gesamten Gelände verteilt acht verschiedene Workshops, die alle unter dem Thema „Spuren – Begegnung / Inspiration / Ermutigung“ stehen. So beschäftigt sich der Workshop „What would Jesus Wear?“ zum Beispiel damit, welche Spuren wir als Konsumenten der schnelllebigen Kleidungsindustrie hinterlassen und wie Veränderung zum nachhaltigeren Konsum möglich ist. Die Teilnehmenden des Workshops „Auf Gottes Spur“ diskutieren hingegen lebhaft, wie der persönliche Glaube eine lebendige Erfahrung bleiben kann. Der Referent Christopher Rinke ermutigt zum Blick über den Tellerrand und zur Investition in lebendige Beziehungen.  Ich nehme viele gute Eindrücke und  einige Gedanken mit, an denen ich wohl noch eine Weile zu knabbern haben werde. Referenten waren (sind) u.a. Stefanie Linner (Micha Deutschland e.V.), Matthias Dichristin (EBM International), Christopher Rinke (Dienstbereich Mission im BEFG).

Nachmittags steht ein Stationengottesdienst auf dem Programm. Hier finden mehrere Gottesdienstelemente gleichzeitig statt und jeder kann sich aussuchen, woran er oder sie gerne teilnehmen möchte. Klingt chaotisch, funktioniert aber ganz hervorragend. So kann ich im ersten Block am kreativen Element teilnehmen, das das GJW BaWü organisiert hat und mir im zweiten Block einen geistlichen Impuls abholen. Im dritten und letzten Block bin ich beim Worship-Element dabei. Diese Art von Gottesdienst hat vor allem den Vorteil, dass  jemand, der E-Gitarre und Schlagzeug nicht mag, auch einfach am „Choräle“ oder „Gemeindelieder“-Element teilnehmen kann. Schließlich ist es ziemlich schwierig, einen Gottesdienst zu gestalten, der 350 verschiedenen Geschmäckern zusagt.

Mein Fazit: Wie schön, mal wieder so viele alte und neue Gesichter zu sehen und was für ein erfrischendes Event-Konzept, bei dem weder Jung noch Alt auf der Strecke bleibt!

Bei der offiziellen Verabschiedung sagt Thekla Enderle aus dem Vorbereitungsteam:

„Wenn ich das alles sehe, bin ich erfasst von tiefer Dankbarkeit“. Und das trifft es ganz gut: Was für ein Gott, der solche Begegnungen, Gespräche und Tage voller Freude möglich macht! Halleluja!

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